Tuesday, January 23, 2007

Unter der Oberflaeche

Lange habe ich nichts mehr von mir hoeren lassen. Hier endlich mal wieder ein Update und ein paar Fotos der letzten Wochen.

Die Familie Waldeck ist schon lange wieder in der nordhessischen Heimat. Wir hatten einen tollen Urlaub und es war so schoen sie alle hier zu haben. Auch Mirjam ist wieder in ihren eigenen schweizerischen Bergen. Von den Volontaeren, die ganz am Anfang hier waren, ist kaum noch einer uebrig und es gehen immer mehr. Auch fuer mich bleiben nur noch 20 Tage in Israel. Die Vorfreude auf zuhause steigt mit jedem Tag und ich bin wirklich aufgeregt so viele von euch bald wiederzusehen. So lange geniesse ich noch die Zeit mit alten und neuen Volontaeren.
Vorgestern war ich mit ein paar von uns in Jerusalem in Hezekiels Tunnel. Der befindet sich unterhalb den alten Stadtmauern Jeruslems aus der Zeit Davids. Ein enger mit Wasser gefuellter Tunnel, durch den wir, den Weg nur durch ein paar Taschenlampen erhellt, bis zu den Knien im Nassen gelaufen sind. Hat eine Menge Spass gemacht. Spaeter sind wir im naechsten Tunnel unter der Erde an der Klagemauer entlang gelaufen. Denn, was man auf Bildern sieht, ist nur ein kleiner Teil der Westmauer des Tempels, die unterirdisch noch sehr viel weiter geht. Darueber wurde das ganze moslimische Viertel der Altstadt auf steinernen Boegen gebaut, damit die Haeuser auf der Hoehe des Tempels liegen. Ja, solche Dinge kann man am Ende der Zeit in Israel noch lernen.
Der Rest des Lebens hier besteht aus Kaffeetrinken mit Karo, Spazieren gehen in den Huegeln um Yad Hashmona, Vidoes gucken mit Avital, einer neuen Volontaerin aus den USA, die in Deutschland in den Kindergarten gegangen ist und immer "Ach so" sagt, Hauskreis mit Alcha aus Tschechien und all den anderen alltaeglichen Kleinigkeiten, die ich noch ein bisschen geniesse, bevor es dann bald vorbei ist.

Die Waldecks und Simon am See Genezareth

Sonnenuntergang in Eilat

Die Hanna im Nationalpark Ein Gedi am Toten Meer

Wasserfall in Ein Gedi

Die Waldecks in Ein Gedi

Wadi Kelt beim Volontaerstrip in die Wueste

Volontaere

Wueste

Simon, David und Friedrich vor der Hoehle in der Schriftrollen vom Rebellenfuehrer Bar Kochba gefunden wurden

Friday, January 12, 2007

Freunde

Schon mein Wecker war Mittwoch darauf eingestellt, dass Saskia, Sammy und Levi zu Besuch kommen wuerden. Er weckte mich mit einem aufgesprochenen "Heute kommen meine Freunde". Also ging ich Mittwoch morgen frohen Mutes in die Rezeption, um den Schluessel zu dem Zimmer, in dem die beiden wohnen wuerden, abzuholen. Allerdings hat Damaris an diesem Tag nicht gearbeitet und sie ist die einzige, die den Schluessel hat. Toll, dass ich das auch gewusst habe. Wir haben versucht sie auf dem Handy anzurufen, aber das gab nach drei Saetzen Gespraech den Geist auf, sodass wir nur eine Nachricht auf der Mailbox hinterlassen konnten. Nach zwei Stunden hatte sie sich immer noch nicht gemeldet, deswegen versuchten wir ihren Mann anzurufen. Der ging dann auch an sein Handy und zeigte sich nicht besonders begeistert, dass ich ihn beim studieren stoerte, vor allem weil er der Meinung war, sie wuerden erst am naechsten Tag kommen. Aber als ich ihn aufklaerte, dass sie schon Mittwoch kommen wuerden, rief er schliesslich den Manager an und der oeffnete mir dann die Tuer zu Damaris Buero, damit ich den Schluessel herausholen konnte. Der Schluessel passte nur leider nicht ins Schloss. Ich bin also wieder zurueck zur Rezeption gerannt und habe den Manager ein zweites Mal in seinem Meeting gestoert, um mir den Ersatzschluessel zu geben. Der passte auch nicht. Ich bin zum dritten Mal zurueck gelaufen und die Frau an der Rezeption musste schliesslich den Hausmeister anrufen, der dann endlich mit dem Generalschluessel die Tuer oeffnete. Da machte sich Erleichterung breit. Wenigstens muessten Sammy und Saskia nicht unter freiem Himmel schlafen. Ich habe dann das Zimmer sauber gemacht und alles vorbereitet. Spaeter sass ich im Moadon und wollte mich gerade aufmachen, um in die Rezeption zu gehen, wo ich auf die drei warten wollte, da klingelte das Telefon. Ich ging ran und am anderen Ende meldete sich Sammy und sprach: "Hi Hanna. Schoen, dass wir dich gleich dran haben. Wir sind gerade am packen..." PPPPaaaaaaaaaaccccccccckkkkkkkkkeeeeeeeennnnnnnnnnn?????????
Schliesslich stellte sich raus, dass alle ausser mir recht gehabt haben und die beiden nun doch erst am Donnerstag kommen wuerden. Was fuer ein Chaostag! Ich fuehl mich schon fast wie ein echter Israeli. Balagan (Chaos), wo man hinguckt.
Einen Tag spaeter kamen Sammy, Saskia und Levi dann doch endlich an. Es ist schoen Freunde hier zu haben. Als wuerde mich ein Stueck zuhause besuchen. Ich glaube, wir werden eine coole Zeit haben.
Das Ende der Schluesselgeschichte war uebrigens, dass das Schloss ausgetauscht wurde, da kein passender Schluesel zu finden war.