Thursday, March 08, 2007

Nordhessische Hügel

Ich bin wieder zuhause. Schon eine Woche wieder in den schönen hessischen Hügel. Mir fällt auf, Deutschland ist wirklich ein schönes Land. Die ersten Tage waren sehr komisch und ich habe das israelische "Balagan" (Chaos) vermisst und natürlich meine Freunde aus Yad Hashmona. Aber es ist so schön die Familie und Freunde wieder zu haben und ich gewöhne mich schnell ein. Das Leben hier geht so schnell wieder voll los und die Menschen, Jobsuche, Gemeinde und Anorak halten mich ganz gut beschäftigt.
Ich bin sehr dankbar für die Zeit in Israel. Ich glaube, ich konnte wachsen und selbstständiger werden, ich habe ein interessantes Land und eine Menge neuer Freunde, davon einige echt nahe, kennengelernt und Gott hat mir viel Richtung und Perspektive für die Zukunft gegeben.
Danke an euch alle, dass ihr hier Anteil genommen habt und immer wieder mal auf meiner kleinen Seite vorbeigeguckt hab. Ich war wirklich nicht allein in Israel und hab mich über jeden Kommentar und jede Mail gefreut. Das war echt kostbar.
Hier sind noch ein paar letzte Bilder aus Yad Hashmona, um diesen Blog zu beenden. Vielleicht werde ich ab und zu mal was berichten, wie es in meinem Leben weitergeht, aber eigentlich endet dieser Blog hiermit.


Die letzten Stunden in Israel in der Rezeption

Ein letzter "deutscher" Tag mit Karo und Friedrich in TelAviv

Karo und meine Abschiedsparty

Arthur mit einer Chilenin beim Salsatanzen auf unserer Abschiedsfeier

Sunday, February 18, 2007

Ein letzes Mal Housekeeping

Der letzte Arbeitstag in YadHashmona ist geschafft. Hier gibt's Eindruecke davon, was ich die letzten Monate waehrend meinen mehr oder weniger acht Stunden Arbeitszeit am Tag gemacht habe. Was ihr hier sehen koennt ist unser Housekeepingraum, indem morgens alles anfaengt. Darin befinden sich Abbey aus Canada, die eigentlich nicht im Housekeeping arbeitet, Chuck unser "Boss" und seine huebsche Frau Missy.

Hier sieht man mich, wie ich den schweren Wagen voll mit Putzsachen, Handtuechern und Bettwaesche den Berg hoch wuchte.
Avital, meine Housekeepingkollegin, und ich in dem Overall fuer die ganz harten Putzmittel.
So sehen die Zimmer aus, bevor wir sauber gemacht haben...
...und so das Bad.
Avital beim Bettenmachen...
...und beim Staubwischen...
...und beim Fussbodenwischen.
Hanna beim Badezimmerputzen.
So sehen die Betten hinterher aus...
...und so das Bad.
Und das ist was wir hinterher machen. Gestern hatten wir soviel Trinkgeld, dass wir uns dick Pizza und Eis leisten konnten. Hier zu sehen bekannte Gesichter ausser Laurel aus den USA, eine relativ neue Volontaerin.






Thursday, February 15, 2007

Schokolade und Abschiede

Abschiede ueber Abschiede und das schon Wochen bevor ich gehe. Gestern haben wir Rachel aus Deutschland und Tommi aus Finnland verabschiedet. Tommi war der erste "Yad Hashmonaler", der mir hier begegnet ist. Er hat mir mein Zimmer gezeigt. Auch Rachel war einer von den alten Veteranen, die langsam aber sicher weniger werden. Ihren Abschied haben wir im "Max Brenner Schokoladen Restaurant" gefeiert. Das ist in der Tat einen Blog wert, denn dort gibt es alle moeglichen Gerichte aus Schokolade. Suppe, Pizza, Fondue, Waffeln, Crepes (franzoesisch sprachige unter uns, moegen die fehlenden Accents entschuldigen, denn die gibt es auf meiner Tastatur nicht) und alles andere was das weibliche (und auch manches maennliche) Schokoherz begehrt. Ich hatte eine Schokopizza mit extra Mashmellows. Es war soooooo unglaublich lecker, dass ich darueber nachdenke doch laenger in Israel zu bleiben.
Auch sonst ist es gerade echt schoen hier. Wenn man weiss, dass man bald geht, erlebt man die Gemeinschaft irgendwie intensiver, versucht mit allen noch Zeit zu verbringen und sieht mehr all die schoenen Seiten des Lebens hier. Am Sonntag ist mein letzter Arbeitstag! Das heisst danach nie wieder Housekeeping, nur noch die eigenen Toiletten putzen und zehn Tage Ferien, bevr ich wieder richtig beschaeftigt sein werde, damit euch alle wieder zu treffen. Ich freu mich so auf euch!!

Missy, Eeva, Karo und ich mit leckersten Schokodingen

Alcha, Rachel und Tommi bei Abschiedsreden am Strand von TelAviv

Tuesday, January 23, 2007

Unter der Oberflaeche

Lange habe ich nichts mehr von mir hoeren lassen. Hier endlich mal wieder ein Update und ein paar Fotos der letzten Wochen.

Die Familie Waldeck ist schon lange wieder in der nordhessischen Heimat. Wir hatten einen tollen Urlaub und es war so schoen sie alle hier zu haben. Auch Mirjam ist wieder in ihren eigenen schweizerischen Bergen. Von den Volontaeren, die ganz am Anfang hier waren, ist kaum noch einer uebrig und es gehen immer mehr. Auch fuer mich bleiben nur noch 20 Tage in Israel. Die Vorfreude auf zuhause steigt mit jedem Tag und ich bin wirklich aufgeregt so viele von euch bald wiederzusehen. So lange geniesse ich noch die Zeit mit alten und neuen Volontaeren.
Vorgestern war ich mit ein paar von uns in Jerusalem in Hezekiels Tunnel. Der befindet sich unterhalb den alten Stadtmauern Jeruslems aus der Zeit Davids. Ein enger mit Wasser gefuellter Tunnel, durch den wir, den Weg nur durch ein paar Taschenlampen erhellt, bis zu den Knien im Nassen gelaufen sind. Hat eine Menge Spass gemacht. Spaeter sind wir im naechsten Tunnel unter der Erde an der Klagemauer entlang gelaufen. Denn, was man auf Bildern sieht, ist nur ein kleiner Teil der Westmauer des Tempels, die unterirdisch noch sehr viel weiter geht. Darueber wurde das ganze moslimische Viertel der Altstadt auf steinernen Boegen gebaut, damit die Haeuser auf der Hoehe des Tempels liegen. Ja, solche Dinge kann man am Ende der Zeit in Israel noch lernen.
Der Rest des Lebens hier besteht aus Kaffeetrinken mit Karo, Spazieren gehen in den Huegeln um Yad Hashmona, Vidoes gucken mit Avital, einer neuen Volontaerin aus den USA, die in Deutschland in den Kindergarten gegangen ist und immer "Ach so" sagt, Hauskreis mit Alcha aus Tschechien und all den anderen alltaeglichen Kleinigkeiten, die ich noch ein bisschen geniesse, bevor es dann bald vorbei ist.

Die Waldecks und Simon am See Genezareth

Sonnenuntergang in Eilat

Die Hanna im Nationalpark Ein Gedi am Toten Meer

Wasserfall in Ein Gedi

Die Waldecks in Ein Gedi

Wadi Kelt beim Volontaerstrip in die Wueste

Volontaere

Wueste

Simon, David und Friedrich vor der Hoehle in der Schriftrollen vom Rebellenfuehrer Bar Kochba gefunden wurden

Friday, January 12, 2007

Freunde

Schon mein Wecker war Mittwoch darauf eingestellt, dass Saskia, Sammy und Levi zu Besuch kommen wuerden. Er weckte mich mit einem aufgesprochenen "Heute kommen meine Freunde". Also ging ich Mittwoch morgen frohen Mutes in die Rezeption, um den Schluessel zu dem Zimmer, in dem die beiden wohnen wuerden, abzuholen. Allerdings hat Damaris an diesem Tag nicht gearbeitet und sie ist die einzige, die den Schluessel hat. Toll, dass ich das auch gewusst habe. Wir haben versucht sie auf dem Handy anzurufen, aber das gab nach drei Saetzen Gespraech den Geist auf, sodass wir nur eine Nachricht auf der Mailbox hinterlassen konnten. Nach zwei Stunden hatte sie sich immer noch nicht gemeldet, deswegen versuchten wir ihren Mann anzurufen. Der ging dann auch an sein Handy und zeigte sich nicht besonders begeistert, dass ich ihn beim studieren stoerte, vor allem weil er der Meinung war, sie wuerden erst am naechsten Tag kommen. Aber als ich ihn aufklaerte, dass sie schon Mittwoch kommen wuerden, rief er schliesslich den Manager an und der oeffnete mir dann die Tuer zu Damaris Buero, damit ich den Schluessel herausholen konnte. Der Schluessel passte nur leider nicht ins Schloss. Ich bin also wieder zurueck zur Rezeption gerannt und habe den Manager ein zweites Mal in seinem Meeting gestoert, um mir den Ersatzschluessel zu geben. Der passte auch nicht. Ich bin zum dritten Mal zurueck gelaufen und die Frau an der Rezeption musste schliesslich den Hausmeister anrufen, der dann endlich mit dem Generalschluessel die Tuer oeffnete. Da machte sich Erleichterung breit. Wenigstens muessten Sammy und Saskia nicht unter freiem Himmel schlafen. Ich habe dann das Zimmer sauber gemacht und alles vorbereitet. Spaeter sass ich im Moadon und wollte mich gerade aufmachen, um in die Rezeption zu gehen, wo ich auf die drei warten wollte, da klingelte das Telefon. Ich ging ran und am anderen Ende meldete sich Sammy und sprach: "Hi Hanna. Schoen, dass wir dich gleich dran haben. Wir sind gerade am packen..." PPPPaaaaaaaaaaccccccccckkkkkkkkkeeeeeeeennnnnnnnnnn?????????
Schliesslich stellte sich raus, dass alle ausser mir recht gehabt haben und die beiden nun doch erst am Donnerstag kommen wuerden. Was fuer ein Chaostag! Ich fuehl mich schon fast wie ein echter Israeli. Balagan (Chaos), wo man hinguckt.
Einen Tag spaeter kamen Sammy, Saskia und Levi dann doch endlich an. Es ist schoen Freunde hier zu haben. Als wuerde mich ein Stueck zuhause besuchen. Ich glaube, wir werden eine coole Zeit haben.
Das Ende der Schluesselgeschichte war uebrigens, dass das Schloss ausgetauscht wurde, da kein passender Schluesel zu finden war.

Saturday, December 30, 2006

Wenn der Schnee faellt

Weihnachten in Israel! Klingt irgendwie romantisch und war es auch irgendwie. Durch Kekse backen, unseren Gemeinschaftsraum schmuecken und Weihnachtskarten schreiben und bekommen ist schliesslich doch noch ein bisschen Stimmung hier aufgekommen. Am Heiligen Abend haben wir Volontaere und die Moshawbewohner alle im festlich geschmueckten Diningroom zusammen gegessen, wobei wir sogar von den Kellnern bedient wurden. Spaeter gab es ein hebraeisches Krippenspiel von den Moshawkindern, was echt suess war. Wir haben "Stille Nacht" auf mindestens drei verschiedenen Sprachen gleichzeitig gesungen, wobei uns deutschen aufgefallen ist, dass wir nicht besonders textfest sind. Ich werde definitiv naechstes Jahr den deutschen Weihnachtsliedern mehr Aufmerksamkeit bekunden. Als das offizielle Programm vorbei war, haben wir Volontaere uns in unserem Gemeinschaftsraum versammelt und gewichtelt, Spiele gespielt und einfach den Abend zusammen verbracht. Ich habe es echt genossen und erst am naechsten Tag, der etwas ruhiger war, habe ich die Familie und all die winterliche Teestimmung zuhause vermisst.

Und nur wenige Tage spaeter ist es passiert. Kaum einer haette damit gerechnet. Aber dann ploetzlich war er da. Der SCHNEE. Es waren nur ein paar Flocken und nur ein bisschen ist fuer sehr kurze Zeit liegengeblieben. Doch wir fanden es super aufregend und sogar der BBC hat am naechsten Morgen von Jerusalems weissen Daechern berichtet. Ein schoenes Erlebnis!

Saturday, December 23, 2006

Oelberg

Ja, ich bin schon seit fast vier Monaten in Israel. Und ja, erst jetzt komme ich dazu mir mal den Oelberg anzusehen. Ich wuerde es ja alles auf meine beiden Freundinnen Karo und Mirjam schieben, die echte Kulturbanausen sind, das aber vehement abstreiten, doch das waere ja zu einfach. Wie auch immer, schliesslich habe ich es doch noch geschafft, sie dorthin zu schleppen und hier bekommt ihr druckfrisch die Ergebnisse unserer Wanderung.
Was man auf dem Oelberg vor allem ansehen kann sind Kirchen. Mir ist mal wieder aufgefallen, wie schoen die seien koennen. Hier seht ihr die Kirche der Nationen, die an der Stelle steht, an der der Garten Gethsemane gewesen ist. Daneben die Traenenkirche, an dem Ort, wo Jesus angeblich ueber das Schicksal von Jerusalem weinte. Darunter seht ihr die uralten Oelbaeume im Garten Gethsemane, die noch aus der Zeit von Jesus stammen und den Blick auf die Kirche Maria Magdalena mit ihren goldenen Zwiebeltuermen. Soviel zum Thema Sightseeing in Jerusalem.