Dies und das
So manche Dinge sind in der letzten Woche passiert, die es nun zu berichten gilt. Am Dienstag ist die deutschsprachige Gemeinschaft Yad Hashmonas, bestehend aus Karo, Mirjam und mir, ans Tote Meer gereist, um dort nochmals bei vollem Tageslicht das salzige Nass zu geniessen. Wir waren ueberrascht, wie warm es ploetzlich wird, wenn man nur ein oder zwei Autostunden in den Sueden faehrt. Man konnte noch gut baden ohne zu frieren. Allerdings war ich am Ende die einzige, die wirklich im Wasser war. Meine deutschsprachigen Freunde hatten das beide schon vorher erlebt und wollten sich nicht die volle Salzdroehnung geben. Es ist echt ein Spass so auf der Wasseroberflaeche zu treiben. Hinterher war ich allerdings von oben bis unten mit Salz bedeckt und in meinen Haaren haben sich ganze Salzkristalle abgelagert, was kein besonders angenehmes Gefuehl war.
Seit Donnerstag sieht man mich oefter in dem netten Golfauto, das ich bereits beschrieben habe. Es macht Spass, der "Head of Shift" zu sein, ist aber anstrengender als ich gedacht habe. Andauernd renne, oder besser fahre, ich hin und her schliesse Raeume auf und ab, bereite sie fuer die "Cleaningladies" vor und checke hinterher, ob alles sauber ist. Ich mache keine schwere Arbeit, muss aber immer alles im Blick haben, darf keinen Raum vergessen und das kann schon mal hektisch werden.
Noch eine schoene Sache war mein Abend gestern mit Anna Lena. Sie ist, wer haette das gedacht, auch aus Deutschland und ist in Yad Hashmona AuPair-Maedchen in einer der Familien. Sie war noch nie in einer katholischen Messe und wollte da gerne mal hin, weil eine Freundin sie eingeladen hat und da ich ab und zu gerne mal in den katholischen Gottesdienst gehe, habe ich sie begleitet. Eigentlich wollten wir in eine deutsche Messe, die von Benediktinermoenchen gehalten wird. Dafuer kamen wir aber leider zu spaet und alle Tore waren schon verschlossen. Doch lustigerweise trafen wir dort auf einen jungen Katholiken, der auch zu spaet war und uns dann mit ins Franzoesische Hospitz genommen hat, wo es auch eine Messe gab. So sind wir mit ihm dort in eine englische Christvesper gegangen. Ich habe die heilige und ehrfuerchtige Atmosphaere dort echt genossen.
Anschliessend sind wir mit Freunden von Anna Lena ins Christustreff gegangen. Dort sind deutsche Christen aus Marburg (einige von euch kennen sicher Christustreff in Marburg). Ich war ueberrascht mitten in der Altstadt von Jerusalem ploetzlich Leute zu treffen, die direkt bei uns um die Ecke wohnen. Ich war selber sogar schon in einem Gottesdienst vom Christustreff in Marburg. Wir haben also mitten in Israel mit lauter Deutschen deutschen Lobpreis gemacht und zusammen gebetet und das war so schoen.
Ja Freunde, die Welt ist klein und ich bin mitten drin.




Alles in allem eine gute Mischung aus Stadt, Wald und sozialem Engagement und immer wieder eine schoene Gelegenheit etwas mit allen Volontaeren zu machen.







