Eilat




Wie ihr hier sehen koennt, hatte ich einenschoenen Kurzurlaub in Eilat am letzten Wochenende. Eilat ist die suedlichste und damit auch heisseste Stadt in ganz Israel. Wir haben unsere Zelte an einem felsigen Strand nur fuenf Minuten Fussweg von der aegyptischen Grenze entfernt aufgeschlagen. Die
Stadt ist voll von Touristen und ueberall sind Hotels. Die Menschen
kommen dorthin, um zu feiern und Spass zu haben. Eine vollkommen andere Atmosphaere als in Jerusalem, wo alles mehr ernsthaft und von den religioesen Juden gepraegt ist. Wir haben die Sonne genossen und waren Schnorcheln inmitten von wunderschoenen Korallen und Fischen. Abends sind wir in die Stadt gefahren, waren auf dem Markt, im Kino, haben unkoschere Pizza gegessen oder im Beduinenzelt Wasserpfeife geraucht und Tee getrunken. Eine schoene Abwechslung zum Arbeitsalltag in YadHashmona und ein bisschen Sonne tanken, bevor es hier auch langsam kaelter wird.
Um wieder Ordnung in meinen chaotischen Blog zu bringen, verlaengere ich diesen Eintrag noch um einige geistreiche Zeilen. Was passierte noch in Eilat? Die verzweifelte Suche nach Kamelen zum Beispiel. Hanna dachte, da sie nun schon einmal in der Wueste ist, waere es doch angebracht, sich einmal auf den Ruecken eines Doppelhoeckers zu begeben. Diese sollte es in Eilat auch eigentlich geben. So machten Friedrich, Nathanael und Hanna sich eines Morgens auf, um besagtes Wuestentier aufzutreiben, waehrend der weibliche Rest der Crew namentlich Karoline und Laura es vorzog, in der gluehenden Hitze vor sich hin zu brutzeln. Mit genuegend Wasser bewaffnet zogen wir also die Strandpromenade entlang, bis wir zur Kamelfarm gelangten, die lustigerweise mehr einer Wildwestfarm glich. Vor dem grossen Holztor stand somit die Statue eines Cowboypferdes, was mich daran zweifeln liess, dass das ueberhaupt die besagte Kamelfarm war. Doch Nathanael war sich seiner Sache sicher, was uns auch nicht half, denn wie das mit Wildweststaedten zuweilen ist, diese war ein Geisterdorf, sprich weder Mensch, noch Pferd, noch Kamel in Sicht. So mussten wir uns, nachdem Friedrich, genau wie er ist, noch ein paar Fotos durch die Holzplanken des Gatters schoss, wohl oder uebel auf den Rueckweg machen. Wir passierten noch einen Platz, an dem es, glaubte man den Schildern, die dort standen, Kamele geben sollte. Es roch auch strengstens nach Kamel, was nichts an der Tatsache aenderte, dass weit und breit keins in Sicht war. So machten wir uns nach dieser missglueckten Fahndung, ohne in den Genuss eines Kamelritts gekommen zu sein, wieder auf den Rueckweg, um mit dem Rest der Crew weiter in der Sonne zu brutzeln. Man glaubt es nicht, aber just
als wir am naechsten Tag in den Bus stiegen, wurde das viel gesuchte Wuestentier gesichtet, genau da, wo es laut Schildern seinen sollte. Das nenn ich Pech und einen Grund nochmal in die Wueste zu fahren.


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