HAPPY New Year
Ein frohes neues Jahr allen daheimgebliebenen. Ich befinde mich nun im Jahr 5767 seit Erschaffung der Welt, denn am Freitag hat man hier Rosh Hashana gefeiert, das juedische Neujahrsfest. Wie ich gerade bei Wikipedia gelesen habe, kommt unser Neujahrswunsch "Guter Rutsch" vom jiddischen Wunsch "Gut Rosch", was von Rosh Hashana kommt und soviel wie "Gutes Neujahr" heisst. Was man nicht alles lernt. Allerdings ist das ganze hier eher ein stilles Fest, kein Feuerwerk und keine dicken Parties, jedenfalls soweit ich das mitgekriegt habe, sondern ein extra Shabbat. Was fuer mich heisst, ein weiterer Tag, an dem man die coole Maschine, mit der ich den Essraum sauber mache, nicht benutzen darf, denn das ist an Shabbat streng untersagt.
Am Samstag war ich dann mit ein paar Volontaeren und Johai, der hier im Moshav lebt, in seiner Gemeinde. Die ist etwas charismatisch und ich hatte schon Angst, dass die Leute um mich rum in Ohnmacht fallen wuerden. Aber es war eine coole Erfahrung. Beim Lobpreis haben die Leute getanzt und einfach aus vollem Herzen Gott gelobt. Hinter mir standen zwei kleine Jungs in ihren karrierten Sonntagshemden und haben lustig die Beine vor uns zurueck geschwungen (wer Sonnenallee gesehen hat, kann sich vorstellen, wie witzig das aussah) und vor mir gabs eine Polonaise durch den ganzen Raum. Auch der Prediger hatte echt Humor. Eigentlich ist das nicht mein Stil, aber ich dachte hinterher, von diesen Leuten kann ich echt lernen, was es heisst, einen froehlichen Glauben zu haben. Sie haben sich so an Jesus gefreut und man hatte echt das Gefuehl, dass es um ihn ging und nicht um irgendein Verhalten. Ich merke gerade hier immer mehr, wie viel ich von den unterschiedlichen Konfessionen lernen kann und dass es nicht darauf ankommt, ob man katholisch, evangelisch, frei-kirchlich oder charismatisch ist, solange es um Jesus geht. Jede Konfession hat so krasse Schaetze und es macht Spass die zu entdecken.


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