Saturday, September 23, 2006


Haifa
Gestern war ich zum ersten Mal im gefaehrlichen Norden. Samuel, der hier im Moshav arbeitet, hat Karo, Friedrich und mich mit ins Krieggebiet genommen. Wobei das einzige, was dort noch gefaehrlich ist, seine Fahrweise war. Die Israelis haben zwar strenge Verkehrsregeln - man darf laut meinem Reisefuehrer nur 90 km/h auf der Autobahnfahren-, verhalten sich aber nicht so. Rasend schnell ist Samuel ueber die Autobahn gebrettert, so dicht aufgefahren, dass ich immer wieder die Augen ganz fest zukneifen musste, weil ich uns schon im Kofferraum des Autos vor uns sah, und rechts ueberholen war standart. Von durchgezogenen Lienien hat dieser Mann noch nichts gehoert, dafuer umso mehr von der Benutzung der Hupe. Es war fuer uns echt aufregend, doch fuer israelische Verhaeltnisse relativ normal.
In Haifa waren wir den ganzen Tag am Strand. Ich fuehle mich schon fast bloed, weil ich immer nur am Strand liege und fast gar nichts angucke. Doch das Meer ist einfach schoen. Abends sind wir dann auch noch zu einem Tempel in der Innenstadt gefahren. Der ist von irgendeiner Sekte gebaut, sieht aber echt schoen aus und hat coole Parks drumherum. Haifa liegt uebrigens auf einem Berg. wir sind dann ganz nach oben gefahren, sodass wir die erleuchtete Stadt sehen konnten. Ein beeindruckender Anblick.
Ich fand es komisch dort am Strand zu liegen, wo vor einigen Wochen noch Katjuschas eingeschlagen sind. Man spuehrt so gar nichts mehr von Krieg. Wir sind an einem Haus vorbeigefahren, in das eine Bombe eingeschlagen ist und ich habe gar nichts gesehen. Sie waren auch schon am Wiederaufbau. Aber ich dachte, Israel hat echt nicht so viel abbekommen. Ich glaube, in Beirut sieht es ganz anders aus.

1 Comments:

At 12:35 AM, Blogger juda said...

hanna, ich les so gerne deinen blog. und ich finds nicht schlimm, dass du den strand so geniesst - wie du dir sicher denken kannst, wuerde ich es genauso machen;-)
ich meld mich bald richtig
die ju

 

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