Laubhuetten und Traubenmatsch
Diese Woche feiern wir in Israel das Laubhuettenfest. Alle Juden bauen sich kleine Huetten, die mehr aus Pappe und buntem Klimmbimm bestehen als aus Laub, wovon es hier ja auch nicht so viel gibt. In diesen Huetten feiern sie "Sukoth". Auch hier im Moshaw gibt es einige und ich werde diese Woche hoffentlich noch nach Jerusalem kommen, um die Huetten dort zu sehen.
Ausserdem haben die Ibexstudenten, eine Bibelstudiengruppe aus den USA, die hier fuer drei Monate studieren, gestern im biblischen Garten von Yad Haschmona Trauben gepresst wie zu biblischen Zeiten. Die Trauben wurden in ein grosses, steinernes Becken geschuettet und dann sind die Studenten, sogar mit passenden Gewaendern versehen, darauf rumgetrampelt, bis der Saft aus einem kleinen Abfluss am Rand des Becken geflossen ist. Der Saft sah ziemlich braun aus, aber es war echt lustig und auf jeden Fall interessant, sowas mal gesehen zu haben.
Ein bisschen zu mir persoenlich: Die Zeit vergeht superschnell und es ist bereits so normal hier zu sein, jeden Abend mit dem Zirpen der Grillen einzuschlafen und morgens bei Sonnenschein aufzustehen und in einem grossen Speisesaal zu fruehstuecken, statt zu Hause in einer kleinen Kueche mit der Familie. Ich fuehle mich echt wohl bei den Leuten hier und geniesse die Gemeinschaft mit ihnen, manchmal sitzt man bis zu zwei Stunden am Essenstisch und unterhaelt sich. Doch man trifft sich immer eher zufaellig und es gibt wenig Gelegenheit echt persoenlich zu werden, sodass ich es immer noch ein wenig vermisse richtige Freunde um mich zu haben, Menschen, die mich kennen und wissen wie ich denke. Aber ich glaube und merke, dass auch das sich mit der Zeit immer mehr ergibt. In manchen Momenten denke ich, ok, ich habe jetzt genug Erfahrungen gemacht und ich moechte wieder nach Hause und dann bin ich wieder mit ganzem Herzen hier und freue mich ueber die Menschen um mich herum und bin gespannt darauf einfach noch mehr von dem Land und der Kultur kennenzulernen.


1 Comments:
liebe hanna,
gerade bin ich von einer 10 tage langen fahrt mit einem jugendorchester zurueckgekehrt und habe gesehen, was du schon alles geschrieben hast! ich wuensch dir, dass du tapfer sein kannst in den einsamen momenten, und dass die abenteuerlichen und schoenen ueberwiegen. ich denk auf jeden fall an dich! eine umarmung von der judith
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